Samstag, 26. November 2005

Israel und die Hizbullha

Der Hizbullah-Chef für weiteren Widerstand

Israel führt drei getötete Kämpfer nach Libanon zurück

Israel hat Libanon die Leichen von drei Hizbullah-Kämpfern übergeben, die am Montag in einem Gefecht mit israelischen Soldaten getötet worden waren. Der Hizbullah-Chef Nasrallah gelobte, weiter gegen Israel vorzugehen und Syrien zu unterstützen.

vk. Limassol, 25. November

Der Generalsekretär des libanesischen Hizbullah, Scheich Hassan Nasrallah, hat am Freitag in Beirut für den anhaltenden Kampf gegen Israel und für die Unterstützung Syriens geworben. Nasrallah benutzte die Trauerfeier für drei Milizionäre seiner Partei, deren Leichen Israel am Morgen am Grenzübergang Nakura übergeben hatte, um sich mit einer kämpferischen Stellungnahme gegen die prowestliche Ausrichtung der Regierung Siniora zu stellen. Nasrallah folgt damit der jüngsten Ansprache des syrischen Präsidenten Bachar al-Asad, der sein Land auf den Widerstand gegen den Westen als Alternative zur Kapitulation eingeschworen hat.

Grenzgefechte

Der wie üblich wortgewaltige Scheich lieferte einen politischen Hintergrund zur Eskalation an der libanesisch-israelischen Grenze, wo die drei Hizbullah-Kämpfer am Montag bei den schwersten Scharmützeln seit dem Abzug der israelischen Besetzer vor fünf Jahren umgekommen und elf israelische Soldaten verletzt worden waren. Am Mittwoch provozierte ein wahrscheinlich ziviler israelischer Hängegleiter, der vom Wind abgetrieben wurde und auf libanesischem Boden landete, neue Schiessereien. In einem Vorstoss über die Grenze rettete die israelische Armee den Piloten vor der Gefangennahme durch die Hizbullah-Kämpfer.

Am Mittwoch beschuldigte der Uno-Sicherheitsrat in einer Presseerklärung, aber nicht in einer förmlichen Resolution, den Hizbullah, die Konfrontation vom Montag ausgelöst zu haben. Der Hizbullah seinerseits behauptet, zwei israelische Armeefahrzeuge seien als Erste beim geteilten Dorf Ghajar auf libanesisches Gebiet vorgestossen. Die Uno vertritt die Ansicht, libanesischer Widerstand gegen Israel sei illegitim, weil die umstrittenen Chebaa-Höfe nicht libanesisch, sondern syrisch seien; eine offizielle syrische Note bestätigte dieser Tage, dass Damaskus erst nach einem israelischen Abzug an eine Rückgabe der Höfe an Libanon denkt.

Nasrallah erklärte nun, die Israeli hätten eine vermeintliche Schwächung des libanesischen Widerstands durch den Abzug der syrischen Armee aus Libanon und durch die politische Spannung im Lande ausnützen wollen, doch hätten die Kämpfer schlagfertig reagiert. Daraus lässt sich lesen, dass der Hizbullah grösstes Gewicht auf den Beweis seiner Schlagkraft trotz dem Abzug der Syrer legt. Der Widerstand spürt zusätzlichen Druck aus Kreisen der Beiruter Regierung und von der Uno, die auf einer Entwaffnung aller Milizen in Libanon beharren.

Solidarität mit Syrien

Nasrallah betonte auch, seine Partei halte den Syrern und den Iranern, welche die Befreiung Libanons von den Israeli befördert hätten, für immer die Freundschaft. Angesichts der diplomatischen Kampagne gegen Damaskus im Zug der Untersuchung des Hariri-Mordes müssten alle Libanesen verstehen, dass eine Verhängung von Strafsanktionen gegen Syrien sofort auch dem Zedernland grössten Schaden bringen müsse. Deshalb, rief er mit einem Wink an die prowestliche Regierungsfraktion aus, müsse man jetzt Damaskus unterstützen, anstatt es mit in die Ecke zu treiben.

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